weltkulturerbe - patrimonio dell'umanità

Der 10. Dezember 2025 wird als freudiger Tag in die Weltgeschichte eingehen. Die italienische Küche wurde von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt! Eine Anerkennung die zum ersten Mal an die Küche eines Landes vergeben wurde. Diese Meldung verfolgte ich live am Radio, und ich muss zugeben, dass ich bei der Verkündung Hühnerhaut gekriegt habe und etwas gerührt war. Dies vor allem auch wegen der Begründung, die zur Anerkennung führte. Denn es geht nicht um nur um das italienische Essen oder um eine Sammlung von Rezepten, es ist ein soziales und kulturelles Element. Es ist die Liebe und Sorgfalt, mit der man das Essen für seine Liebsten zubereitet, das Zusammensein am selben Tisch, was nach wie vor ein besonderer Moment im Tag darstellt. Es ist das Essen als Thema, denn Italiener reden sehr gerne darüber, tauschen Rezepte oder Restauranttipps aus. Es ist aber auch die enorme Vielfalt an mit Essen verbundenen Bräuchen und Gerichten, die vor allem uns Italienern im Ausland immer wieder zurück zu unseren Wurzeln führen und es ermöglichen unsere Kultur und Traditionen an die Nachkommen weiterzugeben, auch wenn diese von Region zu Region und teils sogar von Familie zu Familie ändern. Es sind alles Teile eines grossen Puzzles, das die kulturelle Artenvielfalt und Nachhaltigkeit darstellt und somit genau das Repräsentieren, was ich gerne mit meinem Blog weitergeben und erzählen möchte. Wunderschön.

 

Il 10 dicembre 2025 passerà alla storia del mondo come un giorno di gioia. La cucina italiana è stata riconosciuta dall'UNESCO come patrimonio culturale immateriale dell'umanità! È la prima volta che la cucina di un Paese viene riconosciuta. Ho seguito questo annuncio in diretta radiofonica e devo ammettere che mi è venuta la pelle d’oca e mi sono un po' commosso quando è stato annunciato. Questo soprattutto per il motivo che sta alla base del riconoscimento. Perché non si tratta solo di cibo italiano o di una raccolta di ricette, ma di un elemento sociale e culturale. È l'amore e la cura con cui si prepara il cibo per i propri cari, è il stare insieme alla stessa tavola, che è ancora un momento speciale della giornata. È il cibo come argomento, perché gli italiani amano parlarne, scambiarsi ricette o consigli sui ristoranti. Ma è anche l'enorme varietà di usanze legate al cibo e piatti che continuano a riportare, sopratutto noi italiani all'estero, alle nostre radici e ci permettono di trasmettere la nostra cultura e le nostre tradizioni ai nostri figli, anche se queste cambiano da regione a regione e talvolta persino da famiglia a famiglia. Sono tutti pezzi di un grande puzzle che rappresenta la biodiversità culturale e la sostenibilità e quindi rappresentano esattamente ciò che vorrei trasmettere e raccontare con il mio blog. Bellissimo.


olive ascolane

Weltkulturerbe Nummer 1 aus Ascoli. Diese kleinen Geschmacksbomben waren bei Restaurantbesuchen in italienischen Restaurants von Antipasti-Tellern nicht wegzudenken. Ich muss zugeben, dass ich die «olive ascolane» als Kind gar nicht mochte. Dabei ging es vermutlich nicht einmal um den Geschmack, sondern eher um das Mundgefühl, welches beim Essen erzeugt wird. Es handelt sich um grosse, in Salzlake eingemachte Oliven, welche spiralförmig aufgeschnitten werden, um den Kern entfernen zu können. Die erzeugte Spirale wird dann verwendet, um eine Hackfleischmasse aus Huhn, Schwein und Rind zu umhüllen. Diese wird dann wieder zurück in die Olivenform gebracht, paniert und frittiert. Die knusprige Panade umhüllt das weiche Innere im Olivenmantel. Im Mund spürt man verschiedene Konsistenzen und eine Explosion an verschiedenen Geschmäckern. Was heute wie ein Gedicht tönt, war als Kind kaum zuzuordnen. Mit grosser Hilfe meines Sohnes haben wir am letzten Wochenende diese Oliven zubereitet. Allerdings haben wir, für meine Frau, eine vegetarische Variante gekocht. Denn bei meinen Recherchen habe ich gelernt, dass dieses Gericht, welches aus Food-Recovery in noblen Häusern entstand, in seinem Ursprung tatsächlich vegetarisch gewesen sein soll.

 

Patrimonio dell’umanità numero 1 da Ascoli. Mi ricordo che da bambino queste piccole bombe di sapore non potevano mancare sui piatti di antipasti nei ristoranti italiani in Svizzera. Devo ammettere che allora non mi piacevano affatto le "olive ascolane". Probabilmente non si trattava nemmeno del sapore, ma piuttosto della sensazione in bocca che si creava quando le mangiavo. Si tratta di olive grandi conservate in salamoia, che vengono tagliate a spirale per rimuovere il nocciolo. La spirale risultante viene poi utilizzata per avvolgere una miscela di carne macinata di pollo, maiale e manzo. Il tutto viene poi riportato nella forma originale dell’oliva, impanato e fritto. L'impanatura croccante avvolge l'interno morbido delle olive e in bocca si sentono diverse consistenze e un'esplosione di sapori diversi. Quello che oggi sembra una poesia, da bambino era difficile da classificare. Con il grande aiuto di mio figlio, abbiamo preparato queste olive lo scorso fine settimana. Tuttavia, abbiamo cucinato una versione vegetariana per mia moglie. Durante la mia ricerca, ho comunque appreso che questo piatto, nato dal recupero dei cibi nelle case nobili, era in realtà vegetariano nelle sue origini.

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supplì

Weltkulturerbe Nummer 2 aus Rom: Am Ende des Tages handelt es sich bei diesem Gericht um nichts anderes als um eine Reiskrokette. Bestehend aus Tomaten-Reis, mit einem Herzen aus geschmolzenem Käse und umhüllt mit einer knusprigen Panade, sind die sogenannten Supplì eine Offenbarung. Die Supplì müssen in jedem Fall immer «al telefono» sein. Diese Beschreibung leitet sich von der Tatsache ab, dass der Käse in den heissen Reiskroketten, beim Aufbrechen Fäden zwischen den beiden Teilen der Reiskrokette bildet, wodurch es wie ein altes Telefon aussieht. Dieser Beschrieb ist pure Food-Romantik! Mamma bereitete solch ähnliche Reiskroketten bei uns zu Hause jeweils mit Resten von Risottos zu, ich liebte sie. Fühlt euch daher frei zu experimentieren, nennt diese Kreationen aber bitte nicht Supplì!

Zum ersten Mal assen wir Supplî heuer in den Sommerferien in unserer Lieblingspizzeria in Kalabrien. Damals eigentlich aus der Not heraus, denn auf der Karte stand wenig Vegetarisches für meine Frau zur Auswahl. Wir waren aber sofort Feuer und Flamme für die Supplì und konnten es kaum erwarten diese zu Hause zu kochen. Während der Sommerferien fanden wir im Supermarkt sogar speziell für Reiskroketten geeigneter Reis, ein kleinkörniger runder Reis, exklusiv geeignet für Arancini (sizilianische frittierte Reisbällchen) oder eben auch für die in unserem Fall zubereiteten römischen Supplì. Schon nur die Tatsache, dass es in Italien einen speziellen Reis für die Herstellung von frittierten Reisbällchen gibt, verdient es zum Weltkulturerbe anerkannt zu werden, findet Ihr nicht?

 

Patrimonio dell’umanità numero 2 da Roma: In fin dei conti, questo piatto non è altro che una crocchetta di riso. Composti da riso al pomodoro, con un cuore di formaggio fuso e ricoperti da un'impanatura croccante, i cosiddetti supplì sono una rivelazione. I supplì devono sempre essere "al telefono". Questa descrizione deriva dal fatto che il formaggio contenuto nelle crocchette di riso calde forma dei fili tra le due parti della crocchetta di riso quando viene aperta, facendola assomigliare a un vecchio telefono. Questa descrizione è puro romanticismo alimentare! Mia madre preparava crocchette di riso simili a casa con il risotto avanzato e io le adoravo. Quindi sentitevi liberi di sperimentare, ma per favore non chiamate le vostre creazioni supplì!

Abbiamo mangiato i supplì per la prima volta quest'anno, durante le vacanze estive, nella nostra pizzeria preferita in Calabria. All'epoca, li abbiamo presi per mancanza di alternative, in quanto non c'era molto cibo vegetariano nel menu, tra cui mia moglie potesse scegliere. Ma siamo stati subito conquistati dal supplì e non vedevamo l'ora di prepararli a casa. Durante le vacanze estive, abbiamo persino trovato al supermercato un riso particolarmente adatto per le crocchette di riso, un riso rotondo a chicco piccolo, adatto esclusivamente per gli arancini siciliani o pure, come nel nostro caso, per i supplì romani. Il solo fatto che in Italia esista un riso speciale per la preparazione delle crocchette di riso merita di essere riconosciuto come patrimonio dell'umanità, non credete?

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pasta fritta

Weltkulturerbe Nummer 3 aus Neapel: Dieses Gericht ist gemein, denn sprichwörtlich niemand wird dem widerstehen können! Denn Pasta ist immer eine Wohltat und kann zu jeder Gelegenheit gegessen werden und erwärmt die Herzen aller Food-Liebhaber auf der ganzen Welt. Doch die Neapolitaner haben es geschafft Pasta zu Potenzieren: Sie wird frittiert – was für eine geniale und unglaublich leckere Schweinerei!

Auch dieses Gericht entstand im Ursprung aus einer Food-Recovery Idee. Pastaresten, egal mit was für Saucen, werden mit Béchamelsauce vermischt und dann abkühlen gelassen, bis daraus eine feste Masse entsteht. Diese Masse wird danach in Stücke geschnitten, paniert und frittiert. Heute wurde aus diesem einfachen Food Recovery-Gericht eines der beliebtesten und ikonischsten Street Foods Neapels. Selbstverständlich verwenden die Verkäufer dafür nicht Resten, sondern kochen eigens dafür Teigwaren, welche mit Béchamelsauce und haufenweise Käse vermischt wird. Beim Frittieren wird das Äussere knusprig und das Innere dampfend heiss, cremig, käsig, fett und fantastisch lecker. Eine echte Offenbarung!

 

Patrimonio dell’umanità numero 3 da Napoli: Questo piatto è perfido, perché letteralmente nessuno sarà in grado a resistere. Perché la pasta è sempre una delizia e può essere consumata in qualsiasi occasione, scaldando i cuori degli amanti del cibo di tutto il mondo. Tuttavia, i napoletani sono riusciti a potenziare la pasta friggendola - un’idea geniale e una porcheria incredibilmente gustosa! Anche questo piatto è nato da un'idea di recupero alimentare. La pasta avanzata, indipendentemente dal tipo di sugo, viene mescolata con la besciamella e poi lasciata raffreddare finché non diventa una massa solida. Questo impasto viene poi tagliato a pezzi, impanato e fritto. Oggi, questo semplice piatto di recupero è diventato uno degli street food più popolari e iconici di Napoli. Naturalmente, i venditori non utilizzano gli avanzi, ma cucinano la pasta appositamente per questo piatto, che viene mescolata con besciamella e formaggio a volontà. Quando viene fritto, l'esterno diventa croccante e l'interno fumante, cremoso, caseoso, grasso e fantasticamente gusto so. Una vera rivelazione!

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pallotte cacio e ova

Weltkulturerbe Nummer 4 aus den Abruzzen: Die von mir momentan meistkonsumierte Food-Show heisst Foodish. Das Format haut mich nicht gerade von den Socken, das Storyboard ist sehr einfach, vorhersehbar und in jeder Folge gleich, sogar Witze wiederholen sich. Zudem werden zu 90 Prozent immer dieselben Städte portraitiert: Rom und Mailand. Als gäbe es in Italien nur in den zwei Städten gutes Essen. Trotzdem schaue ich die Sendung, weil sie recht kurzweilig ist und weil ich die alternativen Food-Shows langsam, aber sicher abgedroschen und sich wiederholend empfinde, es gibt wenig neues zu entdecken. Und genau dort hat mich Foodish gepackt: Es werden viele inspirierende traditionelle oder neue Rezepte in der Regel aus ganz Italien aber teilweise auch der ganzen Welt vorgestellt. So auch mit diesem Gericht. Pallotte cacio e ova sind eine Art Buletten aus Käse, Eiern und Brot, serviert mit einer einfachen Tomatensauce. Ich verliebte mich augenblicklich in das Gericht und musste dieses sofort für meine Liebsten nachkochen.

 

Patrimonio dell’umanità numero 4 dall'Abruzzo: il mio programma gastronomico televisivo più visto al momento si chiama Foodish. Il format non mi entusiasma particolarmente, lo storyboard è molto semplice, prevedibile e uguale in ogni episodio, persino le battute si ripetono. Inoltre, il 90% delle volte vengono ritratte sempre le stesse città: Roma e Milano. Quasi come se In Italia si mangiasse bene solo in queste due città. Tuttavia, guardo il programma perché gli episodi non sono lunghissimi e perché trovo che i programmi gastronomici alternativi stiano lentamente ma inesorabilmente diventando pallosi e ripetitivi, con poche novità da scoprire. Ed è proprio qui che Foodish mi ha catturato: vengono presentate sempre tantissime ricette tradizionali o nuove, che trovo molto ispiranti. Di solito si tratta di ricette provenienti da tutta Italia, ma a volte anche da altre parti del mondo. Proprio come questo piatto. Le pallotte cacio e ova sono una sorta di polpette a base di formaggio, uova e pane, servite con una semplice salsa al pomodoro. Mi sono subito innamorato di questo piatto e ho dovuto subito cucinarlo per i miei cari.

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